Vorlage Satzung für einen Cannabis Social Club

An dieser Stelle wollen wir eine sinnvolle Satzung als Vorlage präsentieren und Hinweise für die Gründung eines Vereins nach dem Cannabis Social Club Vorbild.

Gerne nehmen wir Fragen und Anmerkungen dazu entgegen, am besten per eMail: info@cannabis-clubs.de

„Sieben Freunde müsst ihr sein“

Es benötigt 7 Personen, um einen Verein zu gründen. Der Vorstand muss aus mindestens 3 Personen bestehen.

Hinweise

Verhaltenskodex: kann wie eine Beitragsordnung in die Satzung, muss aber nicht und kann separat dokumentiert werden. Ein Cannabis Social Club nach dem europäischen Vorbild nutzt den von ENCOD aufgestellten Verhaltenscodex.

Bestehende KonsumentInnen: Die Idee des CSC geht davon aus, dass nur bestehende Genusscannabis-KonsumentInnen in den Verein kommen können, somit keine neuen KonsumentInnen entstehen.

Gemeinnützigkeit: Ein CSC fördert seine Mitglieder, daher ist eine Gemeinnützigkeit nicht möglich. (FA für Körperschaften I, Berlin).

Auflösung: Die meisten CSC setzen als „Erben“ bei Auflösung den gemeinnützig anerkannten H.A.N.F. e.V., der das Hanf Museum in Berlin trägt, sowie lokale Drogenberatungen, die Deutsche Aidshilfe o.ä. ein. Der Deutsche Hanfverband ist kein Verein und kann daher nicht erben.

Amtszeit des Vorstands: muss entsprechend der Bedürfnisse angepasst werden.

Beitragsordnung: bietet sich an, separat Dokumentiert zu werden.

Beiträge: manche CSC nehmen als Mitgliedsbeitrag auch oder zusätzlich Arbeitsstunden. Die meisten CSC bieten einen Sozialtarif für einkommensschwache Personen.

Fehlende Beiträge: ebenso sollte eine Regelung gefunden werden, wenn Mitglieder mit ihren Beiträgen im Rückstand sind. „Karteileichen“ können unter Umständen Wahlergebnisse verfälschen und sollten daher nicht zu lange existieren.

Detailreichtum: Es macht keinen Sinn, in der Satzung zu sehr ins Detail zu gehen, wie z.B. Einnahmequellen zu nennen. Die gibt es ja sowieso.

Rechte und Pflichten: die Mitgliedervollversammlung (MVV) hat bestimmte Rechten und Pflichten, genau wie es der Vorstand haben und Dokumentiert sein sollte.

Virtuelle Mitgliedervollversammlung: Muss in der Satzung aufgenommen werden, wenn das eine Option sein soll.

Steuerberatung: sollte extern und professionell Durchgeführt werden. Die Kosten liegen bei ca. 1000€ pro Jahr.

Archivierung: Vereine müssen ihre Unterlagen 10 Jahre aufbewahren, andere Dokumente 6 Jahre. Die Lagerung kann meist auch einem/einer Steuerberater:in überlassen werden. Außerdem fallen auch folgende Unterlagen darunter: Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, die Eröffnungsbilanz sowie die zu ihrem Verständnis erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen.

Mehrfache Mitgliedschaft: Ein CSC soll den Eigenbedarf decken. Das kann, muss aber nicht eine gleichzeitige Mitgliedschaft ist in einem anderen CSC zulassen.