Deutsche CSC gründen Dachverband

Am vergangenen Wochenende (22-23.10.2022) haben sich in Berlin die deutschen Cannabis Social Clubs (CSC) zu einem Dachverband zusammen geschlossen. Vorstände aus rund einem dutzend Clubs waren angereist, um im Hanfmuseum den Verein zu gründen, weitere waren per Live Stream zugeschaltet.

Der „Dachverband der Cannabis Social Clubs Deutschland (CSCD)“ soll die lokalen Anbaugemeinschaften politisch vertreten und ihnen eine Stimme im laufenden Legalisierungsprozess der Berliner Ampel Koalition geben. Schon im Vorfeld der Gründung hatten sich die CSC zu einem Netzwerk zusammen geschlossen, ihre Forderungen zu einem Eckpunktepapier zusammengetragen und im August anlässlich der Hanfparade mit dringender Bitte um ein Gespräch, an den Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert übergeben.

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Studie: Cannabis Social Clubs in Belgien: Organisationelle Stärken und Schwächen und Bedrohungen für das Modell

Hintergrund:

Cannabis Social Clubs (CSCs) sind private Organisationen oder Clubs von Konsumenten, die Cannabis für den gemeinnützigen Vertrieb an erwachsene Mitglieder produzieren, um deren persönlichen Bedarf zu decken, ohne auf den Schwarzmarkt ausweichen zu müssen.

CSCs gibt es in vielen Ländern, aber der Begriff umfasst oft sehr unterschiedliche empirische Realitäten. Inspiriert von den spanischen CSCs und ebenfalls unter Ausnutzung einer Grauzone in der belgischen Cannabisgesetzgebung gründeten belgische Cannabisaktivisten 2006 die erste belgische CSC, und inzwischen gibt es mindestens fünf belgische CSCs. Das Hauptziel des Papiers besteht darin, die (internen) Stärken und Schwächen sowie die (externen) Chancen und Gefahren des Modells in seiner heutigen Form zu analysieren.

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