Studie: Cannabis Social Clubs in Uruguay: Von Aktivismus zur Abgabestelle

Hintergrund zur Studie:

2013 wurden in Uruguay drei Modelle für die Abgabe von Cannabis für den Freizeitkonsum geregelt (Gesetz 19.172), darunter Cannabis Social Clubs (CSC). Nach Angaben des Instituts für Cannabisregulierung und -kontrolle sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts 110 CSCs aktiv.

Zielsetzung:

Dieses Papier verfolgt ein zweifaches Ziel. Erstens soll eine Bestandsaufnahme darüber gemacht werden, wie das CSC-Modell in der Praxis umgesetzt wird, und zwar auf der Grundlage von Berichten aus erster Hand der an der Verwaltung Beteiligten. Zweitens soll unsere Analyse zum Verständnis des CSC-Modells beitragen, indem wir die verschiedenen Varianten des Modells betrachten, die in Uruguay entstanden sind.

Methodik:

Unsere Analyse stützt sich auf qualitative Forschung, die zwischen Juni und Oktober 2018 in Uruguay durchgeführt wurde. Wir führten 15 halbstrukturierte und persönliche Interviews mit Vertretern von registrierten uruguayischen CSCs und mit 13 anderen Stakeholdern.

Ergebnisse/Schlussfolgerungen:

Die Rolle der CSCs als Cannabislieferanten wird in Bezug auf die Art des produzierten Cannabis und die Art der Verteilung positiv wahrgenommen. Wir haben festgestellt, dass wirklich soziale CSCs neben Quasi-Dispensary Clubs existieren und möglicherweise an Boden verlieren. Eine Reihe von Faktoren könnte dazu beigetragen haben, darunter der uruguayische Rechtsrahmen, der institutionelle Kontext und das Desengagement der Mitglieder und/oder CSC-Manager. Dies wirft potenziell neue Herausforderungen in Bezug auf den Beitrag des CSC-Modells aus der Perspektive der Schadensbegrenzung auf.

Int J Drug Policy. 2019 Nov;73:49-57. doi: 10.1016/j.drugpo.2019.06.022. Epub 2019 Jul 20.

via https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31336294/

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