Ströbele über das Konzept der Cannabis Social Clubs

Foto vom Abgeordneten Hans Christian StröbeleAm 26.3.2010 beantwortete der Abgeordnete Hans-Christian Ströbele aus Berlin eine Anfrage zu dem Thema der Cannabis Social Clubs. Die Anfrage beschäftigte sich insbesondere mit der Bekämpfung der Bandenkriminalität, die in Berlin und Umgebung immer mehr Schlagzeilen macht.

Die Anfrage selbst:

Werter Herr Ströbele,
in Berlin und Umgebung machen die sogenannten Rockerbanden durch Gewalt von sich reden. Sie sollen sich angeblich vor allem aus dem Drogen-, Waffen- und ähnlichen zwielichtigen Geschäften finanzieren.
Wäre es nicht erstrebenswert, auch als Insel-Experiment in Berlin, den Banden Boden zu entziehen und zum Beispiel „Cannabis Social Clubs“ ( siehe www.cannabis-clubs.de ) einzuführen, in denen auch soetwas wie Jugend- und Verbraucherschutz praktiziert werden kann?

Antwort von Hans-Christian Ströbele:

Sehr geehrter Herr,
Tut mir leid, aber nach dem, was ich im Anhang zur Erläuterung gelesen habe, fürchte ich, daß die Gründung eines gemeinnützigen Vereins zur Unterstützung des Eigenanbaus von Cannabis die, die so etwas tun, nicht vor Strafe schützen. Ohne eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes oder der Rechtsprechung, wird der Anbau von Cannabis auch zum Eigenverbrauch wohl nicht legal.
Richtig ist allerdings, sich für die Ermöglichung solcher „Insel-Experimente“ durch Änderung des Gesetzes einzusetzen.
Sie haben auch Recht damit, daß durch eine solche Entkriminalisierung illegalen Organisationen eine Finanzierungsquelle entzogen werden und dem Verbraucher- und Jugenschutz gedient werden könnte.
Aber der Krieg gegen die Drogen geht wohl erstmal weiter.
Deshalb bleibt meine Forderung weiter aktuell wie je: Gebt das Hanf frei !
Mit freundlichem Gruß, Ströbele

Wer die Antwort gut findet, kann sie auf dem Portal Abgeordnetenwatch „empfehlen“ und somit bekannter machen! Wir freuen uns über diese positive Antwort und werden uns weiter bemühen, die Rechtsprechung für den Anbau von Cannabis auch zum Eigenverbrauch auf demokratischen Wege zu verändern.

Zum Vergleich einige Antworten der Drogenzarin Dyckmans zum Thema Cannabisanbau und Social Clubs

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